Rechenzentrum der regio iT in Aachen

Neues Rechenzentrum der regio iT in Aachen

Energieeffiziente IT für die Zukunft
News | 02.07.2026

Eröffnung des neuen energieeffizienten Rechenzentrums der regio iT in Aachen

Aachen, 02.07.2026 – Rechenzentren sind die zentralen Taktgeber der Digitalisierung und entscheidend dafür, wie nachhaltig sie gelingt. Mit ihrem neuen besonders energieeffizient betriebenen Rechenzentrum „EURaix Evolution" (EVO) setzt die regio iT GmbH in Aachen einen Meilenstein: Bereits in der Bauphase als Best Practice Projekt gehandelt, ging das neue Rechenzentrum am 02. Juli offiziell in Betrieb.

Seit Jahren schon ist die regio iT GmbH auch mit ihren Rechenzentren sehr fortschrittlich unterwegs und hat die Aspekte energieeffizienter IT Infrastrukturen und ressourcenschonender Betriebsmodelle konsequent weiterentwickelt. Mit dem neuen EVO hebt der größte kommunale IT-Dienstleister in Nordrhein-Westfalen den „nachhaltigen“ Rechenzentrums-Betrieb nun auf eine neue Ebene: „Unser neues energieeffizient konzipiertes Rechenzentrum entwickelt sich zum Leuchtturmprojekt in Sachen Energieeffizienz, das hat uns schon die Planungsphase gezeigt. Bis 2035 sollen alle Rechenzentren mit deutlich reduzierten Emissionen betrieben sein, hierzu müssen sich alle Akteure gemeinsam auf den Weg machen und voneinander lernen“, so Dieter Ludwigs, Vorsitzender der regio iT-Geschäftsführung.
Eine weitere Zäsur im Rechenzentrums-Betrieb beschreibt Dr. Stefan Wolf, Geschäftsführer der regio iT, anlässlich der Eröffnung: „Hier erleben wir die tiefgreifendste Veränderung seit Ablösung der Großrechner vor 40 Jahren. Hybride Cloud Architekturen werden zum neuen Standard und verlangen neue Betriebsmodelle, hohe Automatisierung und modernste Sicherheitskonzepte. Mit dem EVO schaffen wir die Grundlage für ein hochintegriertes, resilient arbeitendes IT Ökosystem.“

Das Interesse von Politik, IT-Verbänden, Kunden und Partnern ist groß, was auch die Teilnahme von Ina Scharrenbach (MdL), NRW-Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung, am offiziellen Eröffnungstermin bestätigt. „Mit dem neuen energieeffizient betriebenen Rechenzentrum wurde ein starkes Signal für die digitale Zukunft unseres Landes gesetzt. Moderne Verwaltung braucht leistungsfähige, sichere und zugleich ressourcenschonend konzipierte IT Infrastrukturen – genau das wurde hier vorbildlich umgesetzt. Das Projekt zeigt, wie technologische Innovation und verantwortungsbewusster Ressourceneinsatz Hand in Hand gehen können“, erklärt die Ministerin im Rahmen der Veranstaltung.

Auch in Aachen zeigt man sich stolz, ein solches hocheffizientes und zukunftsweisendes Rechenzentrum in der Region vorweisen zu können. Dr. Markus Kremer, der als Beigeordneter auch die digitale Verwaltung und IT Steuerung in Aachen verantwortet, hierzu: „Umso schöner, dass es sich hierbei um ein gemeinschaftliches Projekt von Stadt Aachen, STAWAG und regio iT handelt. Für unsere Stadt ist das neue Rechenzentrum ein wichtiger Baustein, um die digitale Verwaltung weiter zu modernisieren und gleichzeitig unsere Klimaziele konsequent zu verfolgen. Solche Kooperationen stärken nicht nur die Region, sondern setzen auch wahrnehmbare Maßstäbe darüber hinaus.“

Realisiert wurde das wegweisende Rechenzentrum-Projekt mit der Data Center Group als verantwortlichem Bau- und Umsetzungspartner. Auch von dieser Seite freut man sich über den erfolgreichen Projektabschluss mit Inbetriebnahme: „Gemeinsam mit der regio iT haben wir gezeigt, dass besonders energieeffiziente IT-Infrastrukturen heute bereits wirtschaftlich und zukunftssicher realisierbar sind. Besonders wichtig war uns, eine ressourcenschonende Umsetzung nicht nur konzeptionell zu betrachten, sondern in jeder Projektphase – von den Bauprozessen bis hin zur technischen Infrastruktur – konkret zu realisieren“, betont Ralf Siefen, CEO und Vorsitzender der Data Center Group-Geschäftsführung.
Für das effiziente Zusammenspiel von Design und Funktion sorgte das Aachener Architekturbüro KLEICKER.architektur. Unbestritten ist die Architektur einer der wesentlichen Erfolgsfaktoren für einen effizienten Umgang mit Energie und Materialien, wie auch dieses Bauprojekt zeigte.

„EURaix Evolution", kurz EVO: Hervorgegangen ist der Name aus einem Kreativwettbewerb der regio iT-Mitarbeitenden, 73 Vorschläge wurden eingereicht. EVO steht für die Weiterentwicklung des „alten“ Rechenzentrums „EURaix“ zu einem Rechenzentrum der neuen Generation mit fortschrittlichen, energieoptimierten Technologien.

Daten & Fakten - Rechenzentrum EURaix Evolution (EVO)

Aachens Rechenzentrum der nächsten Generation

  • Nachhaltigkeit als durchgängiges Leitprinzip 
  • Technologische Zukunftsfähigkeit durch flexible, erweiterbare Architektur 
  • Baubeginn: Spatenstich im August 2024 
  • Offizielle Inbetriebnahme: Juli 2026 
  • Zweigeschossiges Gebäude mit 380 m² Innenfläche

 

Nachhaltigkeit & Energie

  • Kälte-as-a-Service – betrieben durch STAWAG:

    • Adiabatische Freiluftkühlung an ca. 290 Tagen im Jahr

    • Absorptionskühlung über Fernwärme an ca. 75 Tagen im Jahr

    • Redundante Kälteerzeugung mit umweltschonendem Kältemittel (GWP=3)

  • Photovoltaik auf Dach und Süd-Fassade, ca. 100 kWp

  • Fassaden- und Dachbegrünung zur Dämmung und Klimawirkung

  • Klimafreundliche Infrastruktur: moderne Kühlmittel & effiziente Schaltanlagen

  • 100 % Ökostrom

 

Technische Leistungsdaten

  • IT-Last:
    • Erstausbau: 150 kW
    • Endausbau: 300 kW
  • IT-Fläche: drei IT-Räume mit insgesamt 50 Racks
  • Zertifizierungsfähigkeit: Ausgelegt nach DIN EN 50600

 

Kühltechnologie

  • Innovative Kühlarchitektur: ein Novum im öffentlichen Sektor
  • Absorptionskälte durch Nutzung der Fernwärme
  • Freiluftkühlung mit Adiabatik
  • Systemredundante Kälteerzeugung, -verteilung und -bereitstellung
  • Kaltgangtemperatur von 24°C (initial) bzw. 27°C im Endausbau

 

Stromversorgung & Redundanz

  • Redundante Strompfade: getrennte A- und B-Versorgung bis ins Rack
  • Umfangreiche Messtechnik (umfangreicher als EN 50600 GN 3)
  • Notstromanlage mit Dieselgenerator

 

Sicherheit & Betrieb

  • Physische Sicherheit nach modernsten Standards
  • Brandschutz mit Brandfrühesterkennung und autom. Löschung
  • Redundante standortübergreifende Überwachung für hochverfügbaren Betrieb

 


Titelbild: © KLEICKER architektur

Bildnachweise: © regioIT 

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