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No Risk, More Fun!

21.06.2018

Warum der Bedarf nach RZ-Risikoanalysen steigt

Die Nachfrage nach Risikoanalysen für Rechenzentren steigt. Nach Angaben von Michael Wörster, Senior Consultant bei der SECUrisk, einem Geschäftsbereich der Data Center Group, erkennen immer mehr RZ-Verantwortliche, dass eine Risikoanalyse grundsätzlicher Bestandteil der Rechenzentrumsplanung ist. Denn nur wer das Risiko kennt, kann bedarfsgerechte und wirtschaftliche Maßnahmen ergreifen.

„Die zentralen Anforderungen an moderne RZ-Infrastrukturkonzepte sind Sicherheit im Hinblick auf aktuelle wie auch künftige Anforderungen und Wirtschaftlichkeit im Sinne einer permanenten Kontrolle und Optimierung der gesamten Betriebskosten. Dabei sollte sich jede Veränderung und Anpassung stets auf eine solide Analyse der Ist-Zustände stützen, die alle relevanten Parameter aus Bautechnik, Klimatisierung, Energieversorgung und Sicherheit erfasst und somit eine verlässliche Planungsgrundlage schafft“, sagt Wörster, der Risikoanalysen der bestehenden physikalischen IT-Infrastrukturen durchführt und Maßnahmenvorschläge mit Prioritätenplan sowie konkreter Handlungsempfehlung erarbeitet.

Michael Wörster

Dem Experten zufolge sollte die Analyse und Planung von IT-Bereichen stets in Anlehnung an die ISO 31010 (Risikomanagement) unter Berücksichtigung der IT-Anforderung und Einbindung der Cybersicherheit durchgeführt werden. Sie erfordert ein hohes Maß an Verständnis für die komplexen Anforderungen der Informationstechnik bezüglich deren Aufgaben, Verfügbarkeit und Sicherheit. Besonders die komplexen Zusammenhänge zwischen den Gewerken der Gebäudetechnik und den Informationssystemen müssen betrachtet werden. Nur mit diesem Wissen können bedarfsgerechte technische Infrastrukturen für IT- und TK-Systeme, standortbezogen realisiert werden.

Die Risikoanalyse wird in mehrere Schritte unterteilt. Zunächst erfolgt die Prüfung der Geschäftsrisikoanalyse. Aus ihr wird der Verfügbarkeitsbedarf ermittelt. Auf Basis der Ist-Aufnahme der aktuellen Gegebenheiten werden Maßnahmen ermittelt, um dem Verfügbarkeitsanspruch gerecht zu werden. Anschließend werden die einzelnen Anlagen und Installationen in Hinblick auf deren Schutzbedarfsanforderungen bewertet und eingestuft. Bauliche und technische Konzepte werden angepasst an den Bedarf entwickelt.

Durch diese Individualität lassen sich Rechenzentrumsprojekte nur schwer vergleichen. Denn je nach örtlichen Gegebenheiten sind gegebenenfalls bauliche Maßnahmen erforderlich die an einem anderen Standort nicht notwendig wären. Diese Vorgehensweise ist dann auch auf alle anderen Gewerke übertragbar. Berücksichtigt werden Bautechnik, Klimatechnik, Energieversorgung sowie Sicherheits- und Brandschutztechnik. Herstellerneutralität und Produktunabhängigkeit sind dabei eine wesentliche Voraussetzung für eine sichere, abgestimmte Lösung.

„Eine Risikoanalyse enthält priorisierte Maßnahmenvorschläge. Mit ihr können die Grobkosten bereits abgeschätzt und die Grundlage für eine angestrebte Zertifizierung geschaffen werden. RZ-Manager, Geschäftsführer oder Vorstände eines Unternehmens erhalten eine belastbare Dokumentation. Sie zeigt, wie das Risiko in Abhängigkeit zur IT und Investitionen und welche Auswirkungen entstehen können, wenn nicht gehandelt wird. Auch bei Bestandsrechenzentren gehört das Risk-Management zu einem adäquaten Mittel. Es deckt Schwachstellen auf, die gegebenenfalls durch neue IT-Anforderungen an das technische Konzept noch nicht berücksichtigt wurden“, sagt Wörster.

 
 

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