TÜV NORD GROUP

TÜV NORD setzt in Sachen IT auf höchstmögliche Sicherheit


Die TÜV NORD GROUP mit ihren mehr als 10.000 Mitarbeitern in 70 Ländern ist ein weltweit führender Technologiedienstleister, dessen Wurzeln bis ins Jahr 1869 reichen. Wie kaum ein anderes Unternehmen steht es für die Sicherheit und den Schutz von Menschen. Organisiert ist der Konzern in den Ge­schäfts­bereichen Industrie Service, Mobilität, Bildung, Rohstoffe, Aerospace und IT.

Auch der EDV-Bereich ist ein wichtiger Bestandteil des Konzerns, schließlich trägt er einen entscheidenden Beitrag zum Unternehmenserfolg bei. Unter der Leitung von Leroy Racette wurde neben dem Client Management, der An­wendungs­entwicklung sowie den Collaborative Communications auch der Rechen­zentrums­betrieb angesiedelt. Insgesamt 185 Mitarbeiter sind in diesem Bereich tätig – Tendenz steigend.

Das gebündelte Know-how des gut geschulten Teams ist auch notwendig, denn von der Konzern-Zentrale in Hannover aus werden sämtliche Prozesse der rund 100 Tochter­ge­sellschaften unterstützt. Vor diesem Hintergrund entschied man sich im Jahr 2012, ein neues Rechen­zentrum zu errichten, das deutschlandweit seinesgleichen sucht.

 
 
 

Zentralisierung war lohnenswerte Investition in die Zukunft

In der Vergangenheit verfügte die TÜV NORD GROUP über unterschiedliche IT-Landschaften, die von Serverräumen an den drei Hauptstandorten in Deutschland bis hin zu Kleinst­rechenzentren in ausländischen Gesellschaften reichten. Im Zuge einer Um­strukturierung der internen Prozesse fand schließlich auch eine Neuordnung und Optimierung der EDV statt. An dieser Stelle beschloss der Technologie-Dienstleister, seine IT zu zentralisieren. Heute betreibt die TÜV NORD GROUP ein hochsicheres und hoch­verfügbares ‚State-of-the-Art‘-Rechen­zentrum am Standort Hannover. „Wir haben besonderes Augenmerk auf einen hohen Virtualisierungs­grad gelegt“,
so Leroy Racette und ergänzt: „Dieser beträgt über 75% und ist somit in Deutschland führend.“ Mit den Um­strukturierungs­maßnahmen und dem Neubau schaffte es das Unter­nehmen zudem, die EDV-Kosten seit 2010 um 30% bei steigenden Serviceleistungen zu reduzieren.

Die Planung des Mammut­projektes begann bereits im Jahr 2011. Ziel war es, ein Rechenzentrum zu errichten, das durch seine Zukunftsfähigkeit in Sachen Energieeffizienz und Sicherheit überzeugt und die sensiblen Kundendaten bestmöglich schützt. Im Zuge von Kalkulationen stellte sich heraus, dass der ROI durch eine Bündelung und Harmonisierung sämtlicher Prozesse an einem einzigen Standort in weniger als 5 Jahren erreicht werden würde. Die zentrale Zusammen­führung der IT war damit be­schlossene Sache. Auf der Suche nach einem kompetenten Planungs­partner für dieses wichtige Projekt entschied sich Leroy Racette für die Spezialisten der proRZ. „Das Unternehmen war uns bekannt, da wir bereits des Öfteren im Zuge der TÜViT Trusted Site Zertifizierung zusammen­gearbeitet haben. Wir wussten daher um die Qualität der Leistungen“. Da das Unternehmen über eine hohe Expertise bei der Planung und Realisierung von höchstverfügbaren Rechenzentren verfügt,

fand man hier den richtigen Partner. Nach einer ersten Vorplanung nahm die Realisierung des Neubaus zunehmend Gestalt an. „Im Rahmen der Detail­planung wurden seitens proRZ auch Faktoren wie die Ver­kabelung, Ausstattungs­möglichkeiten und andere Gewerke berücksichtigt“, so Racette. Nachdem die Umsetzung dann seitens der Geschäfts­führung final besiegelt war, übernahm die proRZ mit ihrem Team aus eigenen Architekten, Elektro- und Klimaplanern sowie Brandschutzexperten in enger Zusammen­arbeit mit der TÜV NORD GROUP die Feinplanung und lieferte einen exakten Fahrplan für die Umsetzung. Diese wurde schließlich von einem ortsansässigen General­unternehmer durchgeführt. Die gute Vor­bereitung führte letztendlich dazu, dass die TÜV NORD GROUP unter dem veranschlagten Budget blieb und das Projekt im vereinbarten Zeitraum fertiggestellt wurde.

 
 
 
 
 

Sicherheit und Effizienz sind die Hauptpfeiler der neuen IT

Sämtliche Vorgaben hinsichtlich der Umsetzung wurden mit proRZ besprochen und im Rahmen der 2½-jährigen Planungs­phase exakt kalkuliert. Schließlich konnte 2012 der erste Spatenstich erfolgen. Heute verfügt die TÜV NORD GROUP über zwei gespiegelte, höchstverfügbare und jeweils 350 qm große IT-Räume der GranITe-Serie der RZ-Products GmbH, deren Technikgewerke mehrfach redundant ausgelegt sind. Die IT-Sicherheitsräume sind als erste ihrer Art erfolgreich als Komplettsystem geprüft und ECB·S-zertifiziert. Die extrem feuerfeste Bauweise aus leichten Materialien, hochtemperaturfesten Dichtungen und robusten Isolierplatten hielt beim Brandtest an der MPA-Braunschweig einer intensiven Beflammung stand, ohne technische Schäden am Objekt zu hinter­lassen. Und auch anderen physikalischen Gefahren, wie beispiels­weise Einbruch, Vandalismus,

Wasser oder Trümmer­lasten wider­stehen die höchst­verfügbaren Lösungen. Damit wurden die GranITe-Räume den An­forderungen der TÜV NORD GROUP absolut gerecht. „Unser Anspruch war es immer, zwei ECB·S-zertifizierte IT-Räume zu integrieren“, so Leroy Racette und unter­streicht damit die hohen Sicherheits­an­forderungen, die der neue Rechen­zentrums­standort erfüllen sollte. „Wir haben bei der Ein­richtung die sichersten aller Komponenten verbaut – die beiden Räume sind der beste Beweis!“, so Racette. Das Thema Energie­effizienz spielte bei der Realisierung ebenfalls eine sehr gewichtige Rolle, was der Einsatz besonders umwelt­schonender Infra­struktur­technik widerspiegelt. So arbeitet das Rechenzentrum unter anderem mit einer freien Kühlung. Auf dem Dach des Gebäudes sind drei hochmoderne Rückkühler angebracht, welche bis zu einer Temperatur von 18 °C die Außenluft zur Kühlung der Server verwenden.

Bei höheren Temperaturen schalten sich zunächst dreh­zahlregelbare Ventilatoren zu. Ab ca. 27 °C setzt zusätzlich eine adiabatische Kühlung ein. Erst wenn diese nicht mehr ausreicht, kommen schließlich die Kom­pressoren der Kälte­maschinen zum Einsatz, die eine aus­reichende Kalt­wasser­temperatur für die Umluft­kühlgeräte in den Server­räumen sicherstellen. Ein­hausungen im Inneren des IT-Sicherheits­raumes leisten mit Hilfe einer intelligenten Luft­strömung ebenfalls ihren Beitrag zugunsten einer effizienten Klima­tisierung. Dieses System gewährleistet CO² Einsparungen von bis zu 320 t pro Jahr. Gemeinsam mit der integrierten Virtualisierungs­technologie ergibt sich somit eine CO² Gesamt­einsparung von 650 t pro Jahr. Hierdurch werden energetische Kosten­einsparungen im sieben­stelligen Bereich realisiert.

 
 
 

Redundante Absicherung und schonende Löschlösung waren ein Muss

Einen weiteren Pluspunkt stellt die Stromzufuhr aus zwei unterschiedlichen Netzen des Energieversorgers dar. Hinzu kommen zwei Diesel­aggregate, welche die gesamte RZ-Versorgung für einen Zeitraum von 72 Stunden aufrechterhalten. Dies dürfte laut Leroy Racette auch absolut ausreichend sein, da seitens des Diesel­lieferanten ver­traglich zugesichert ist, dass innerhalb von nur 48 Stunden eine Nach­betankung stattfindet. Auch die Netz­werkanbindung und somit die Leitungs­wege sind mehrfach ab­gesichert, da zwei ver­schiedene Provider zum Zuge kommen. Dem sehr hohen Sicher­heits­anspruch kommt zudem zugute,

dass das gesamte Gebäude in fünf Sicherheits­bereiche eingeteilt ist. So wird ge­währleistet, dass lediglich be­rechtigte Personen in die einzelnen Zonen eintreten können. Dieser Zutritt wird sowohl durch PIN Abfragen (geistiger Verschluss), als auch eine Authentifizierung mittels Zutrittskarte garantiert. „Selbst die Serverracks können nur mit einer speziellen Berechtigung geöffnet werden“, so Leroy Racette. Hinsichtlich eines geeigneten Brandschutzkonzeptes entschied sich das Team rund um Racette für eine Löschanlage, die mit dem besonders umwelt­verträglichen Löschgas Novec 1230 betrieben wird.

Dieses zeichnet sich unter anderem durch eine platz­sparende Bevorratung aus. „Mit der Einrichtung eines einzigen Löschraumes werden sowohl die zwei Serverräume, als auch beide USV-Räume geschützt“, erklärt Racette. Ausgelöst wird die Anlage im Brandfall anhand eines sensiblen Brand­früherkennungs­systems und eines zusätzlichen Brand­melders (2-Linienabhängigkeit). Im Ernstfall löst die Löschanlage aus und flutet den gefährdeten Bereich. Der entstehende Überdruck wird über Druckausgleichsklappen nach außen geführt. Ein regulierter Luftaustausch nach Freigabe des Lösch­bereiches ermöglicht anschließend eine rasche Wiederherstellung des Normalbetriebes.

 
Wir beraten Sie gerne - Kristin Risse
 
 

Neues Rechenzentrum spiegelt Philosophie der TÜV NORD GROUP wider

„Wir haben nicht nur so gut wie alle möglichen Sicher­heitsvorkehrungen getroffen, sondern verfügen nun zudem über ein Rechenzentrum, das unsere Unternehmens­werte hervorragend widerspiegelt“, so der EDV-Bereichsleiter. Alles in allem tritt der Dienstleister den Beweis an, dass hervor­ragende IT-Standorte auch im Inland verfügbar sind. Für die Zukunft ist sogar die Realisierung eines weiteren Hoch­sicherheits­rechenzentrums ge­plant, welches beispiels­weise als Hosting-Lösung zum Einsatz kommen könnte.

Zum Projekt­ablauf und speziell hinsichtlich der Zusammenarbeit mit proRZ äußert sich Leroy Racette sehr zufrieden. „Die akribische Planung ist für die reibungs­lose und erfolgreiche Umsetzung das A und O gewesen“. Dies war jedoch auch notwendig um das Hochsicherheitsrechenzentrum zu verwirklichen. Denn würde die IT der TÜV NORD GROUP vorübergehend ausfallen, wäre das Unter­nehmen nahezu handlungsunfähig. „Heutzutage laufen sämtliche Prozesse digitalisiert ab“,

weiß Racette und fügt hinzu: „Alle geschäftlichen Abläufe haben eine extrem hohe EDV-Durchdringung“. An­gefangen bei theoretischen Führer­schein­prüfungen über Haupt­untersuchungen, die Speicherung der Kundendaten bis hin zu sämtlichen operativen Prozessen innerhalb des Unternehmens  - im Falle eines Stillstandes wären die Mitarbeiter der TÜV NORD GROUP weltweit extrem eingeschränkt. Das neue Rechenzentrum und dessen hohes Schutzlevel bieten somit einen echten Marktvorteil.

 
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