Rechenzentrum Pfalzkom Manet von außen

PFALZKOM | MANET

Datacenter goes Future!
Referenzen | 16.02.2017

Data Center Construction realisiert für den Kommunikationskonzern eines der modernsten Hochleistungsrechenzentren in Deutschland.

Unser Geschäftsbereich Data Center Construction setzt für den Kommunikationskonzern eines der modernsten Hochleistungsrechenzentren Deutschlands um. PFALZKOM | MANET ist einer der größten lokalen Kommunikationsanbieter für Geschäftskunden und Carrier. Das Unternehmen mit Sitz in Ludwigshafen betreibt ein eigenes Telekommunikationsnetz und deckt damit die Metropolregion Rhein-Neckar, Rheinland-Pfalz, Teile von Hessen und dem Saarland ab.
Zur sinnvollen Erweiterung des bestehenden Leistungsspektrums plante das Unternehmen den Bau eines der modernsten Hochleistungsrechenzentren Deutschlands. Ziel war es, mittelständischen Unternehmen aus der Region die Möglichkeit zur Auslagerung ihrer IT sowie eine sichere Infrastruktur zu bieten. Für die professionelle Umsetzung holte der Telekommunikationsanbieter die Infrastruktur-Spezialisten der Data Center Group mit ins Boot, die mit ihrem ganzheitlichen Konzept voll und ganz überzeugen und das Projekt innerhalb kürzester Zeit realisieren konnten.

Fakten

•    Grundfläche EG: 1.480 m²
•    OG: ca. 160 m²
•    Geschoßflächenzahl 1.640 m²
•    Zwei Serverräume mit jeweils ca. 420 m² Fläche
•    Klimaspange im Serverraum (abgetrennt durch eine Gitterwand)
 

Hohe Verfügbarkeit durch Redundanzen

In Verbindung mit der Grundlagenermittlung wurden seitens der Data Center Group Analysen durchgeführt, die den Standort näher beleuchteten und die Umgebungsparameter vollständig mit einbezogen. So wurde das Gebäude aus Sicherheitsgründen außerhalb der Hochwasser-, bzw. einer Erdbebenzone errichtet. Als Tochter der Pfalzwerke Aktiengesellschaft verfügt PFALZKOM | MANET zudem über ideale Grundvoraussetzungen hinsichtlich der Energieversorgung: Das Rechenzentrum wird aus zwei verschiedenen Spannungsebenen direkt am Umspannwerk gespeist. Zusätzlich sind Batterien und ein Dieselaggregat verbaut. Optimale Energiereserven und die redundante Auslegung der Versorgungstechniken stellen einen unterbrechungsfreien Betrieb sicher. Nicht zuletzt ist der Serverraum mit speziellen Brandschutzvorrichtungen, Löschanlagen und Zugangskontrollen versehen.

Das TÜV tekit geprüfte Rechenzentrum verfügt über die Sicherheitsstufe 3 „Hochverfügbarkeit“ und weist eine besonders hohe Ausfallsicherheit auf. Auch die ansprechende sowie funktionale Architektur planten die Experten der Data Center Group besonders kundenorientiert: So entstanden zwei voneinander getrennte, autarke Serverräume mit jeweils 350 m² Fläche. Zwischen beiden Bereichen befindet sich ein voll ausgestatteter Technikbereich mit redundanten Telekommunikationsräumen, Trafozellen, USV- und Batterieräumen, einer Niederspannungshauptverteilung (NSHV), einem IT- Konfigurationsraum, einer Kältezentrale, der Löschanlage, einem Besprechungszimmer sowie einem Notfallarbeitsplatz. Insgesamt bietet der Neubau Platz für über 300 Serverschränke, wobei die Stellflächen dem jeweiligen Bedarf entsprechend angemietet werden können.

Da sich vor allem bei Outhousing-Rechenzentren immer auch die Frage nach einem geregelten Zutritt stellt, waren hier spezielle Maßnahmen gefragt. „Voraussetzung war es, dass all unsere Kunden jederzeit Zugang zu ihrer IT haben. Gleichzeitig ist ein hohes Maß an Sicherheit gefordert: Mit mehreren Zutrittsstufen garantieren wir, dass lediglich befugte Personen zu ihren jeweiligen Bereichen gelangen“, erklärt Uwe Burré kaufmännischer Geschäftsführer bei PFALZKOM | MANET den Anspruch an das Projekt. Sogenannte Cages innerhalb der Serverräume sorgen zusätzlich für optimalen Schutz gegenüber fremden Zugriffen und Sabotage. Die seitens der Data Center Group installierten Vorrichtungen zur Verifizierung und Dokumentierung leisten ihr Übriges.

Technisches Equipment

  • Rückkühltechnik mit 1,8 Megawatt Leistung
  • Kältemaschinen mit 1,5 Megawatt Leistung
  • USV-Technik mit 5 Modulen à 400 kVA (1,6 Megawatt Leistung)
  • 2 Notstromaggregate mit je 1,5 Megawatt Leistung
  • Mögliche Wärmeabgabe auf der Serverraumfläche von 1200 Watt/m² und zusätzlich 300-400 Watt/m² über direkte Hardwarekühlung in den Racks. Dies entspricht 1,6 KW / m²Einspeisung elektrischer Energie über 2 Umspannwerke
  • 2 Trafos vorhanden
  • Ausführung aller sonstigen Anlagen in einer n+1-Redundanz

Moderne Lösungen gewährleisten zukunftsfähigen Betrieb

Das Datacenter verfügt aufgrund der Kundenanforderungen über mehrere Techniken zur Klimatisierung. Um den hohen kundenseitigen Anforderungen an die Energieeffizienz und Zukunftsfähigkeit des Serverraums Rechnung zu tragen, verbauten die Rechenzentrumsexperten der Data Center Group unter anderem Hybridkühler für die Rückkühlung, die ebenso eine freie Kühlung zulassen. Diese nutzen bei vorhandener, geringer Außentemperatur die „natürliche Kälte“ zum Kühlen des Rechenzentrums und bringen somit umweltschonende Eigenschaften sowie eine immense Kostenersparnis mit sich. Eine autarke Kaltwasserversorgung steht ebenfalls bereit, sodass die indirekte freie Kühlung in den kälteren Jahreszeiten problemlos genutzt werden kann. „Uns war wichtig, dass unser Rechenzentrum auch in einigen Jahren noch wirtschaftlich betrieben werden kann“, so Geschäftsführer Burré. „Mit dem idealen Standort, Redundanzen sowie der neuesten Technik haben wir den Schritt in die richtige Richtung gewagt“.

In Sachen Klimatisierung der Serverschränke wurde mit einem Kalt-Warmgangprinzip ebenfalls auf Energieeffizienz gesetzt. Hierbei sind die Racks so angeordnet, dass kalte und warme Luft strikt voneinander abgeschottet sind. Auf diese Weise kommt es zu keinerlei Luftkurzschlüssen und damit auch nicht zu Verlusten der Kühlwirkung. Der Luftstrom führt in einen 0,8 m hohen Doppelboden, in dem sich auch die Stromschienen der redundanten Elektroversorgung befinden. Dank der vorbereiteten Kühlung können darüber hinaus gezielt große und sehr große Wärmelasten abgeführt werden. Zum physikalischen Schutz wurde neben der im Gebäude integrierten modularen Haus-in-Haus Lösung, die aus F90 Brandschutzwänden und -Geschossdecken besteht, eine zentrale Löschanlage implementiert. Hier kommt das schonende, chemische Löschmittel Novec 1230 zum Einsatz, dass sich durch seine Human- sowie Technikverträglichkeit auszeichnet.

Die Anlage schützt jedoch nicht nur die beiden Löschbereiche der Serverräume, sondern auch den USV- und Batterieraum des Datacenter Rhein-Neckar. Um ein weiteres Plus an Sicherheit zu bieten, läuft die Erfassung von Störmeldungen wie beispielsweise der USV- und Klimaversorgung, der Netzersatzanlage, eines Lecks im Kühlwassersystem, des Einbruch- und Zutrittskontrollsystems sowie der Rauchfrühesterkennung über ein Monitoringsystem, dass die Betreiber unmittelbar über mögliche Zwischenfälle informiert. Das Thema Energieeffizienz stand beim Bau des Datacenter Rhein-Neckar besonders im Fokus. Die komplette Ausstattung ist auf einen umweltschonenden Betrieb ausgelegt. „Dieser Punkt spielt für uns eine große Rolle. Data Center Construction hat uns dahingehend optimal beraten und die verschiedenen Möglichkeiten aufgezeigt“, erklärt Burré und ergänzt: „Um die ökologischen Eigenschaften abzurunden, wurde auf dem Flachdach des Gebäudes eine Photovoltaikanlage angebracht“.

Im Sinne der Verfügbarkeit: Doppelt hält besser

Für einen plötzlichen Energieausfall ist das Datacenter Rhein-Neckar bestens ausgerüstet: Die Notfallversorgung erfolgt über die Batterieanlage der USV, die die Startzeit der Diesel­aggregate überbrückt. Zwei Netz­ersatzanlagen mit insgesamt 2.800 kVA sind bereits nach wenigen Sekunden in der Lage, genügend Strom für die Aufrechterhaltung sämtlicher Systeme zu liefern. Eine 20.000 Liter Tank­anlage gewähr­leistet dabei auch über einen längeren Zeitraum den Betrieb der Aggregate. Aus Sicherheitsgründen ist die Nieder­spannungs­hauptverteilung – wie auch die übrige Technik – in einem separaten Brand­abschnitt untergebracht und ebenfalls für einen unter­brechungsfreien Betrieb ausgelegt. Angefangen bei der akribischen Planung, den Standort- und Bedarfsanalysen, über die architektonische und technische Umsetzung bis hin zur schlüsselfertigen Übergabe an den Kunden hat die Data Center Group das Großprojekt betreut.

Die erfolgreiche TÜV-Zertifizierung beweist, dass die Umsetzung des Rechenzentrums nach hohen Qualitätskriterien erfolgte. Dabei wurde die Überprüfung durch ein neutrales Institut seitens PFALZKOM | MANET ausdrücklich gewünscht. Darüber hinaus wurde seitens der Data Center Group ein Betriebshandbuch erarbeitet, das als Leitfaden für den sicheren und kostenoptimierten Betrieb dient.

„Wir waren und sind mit der Zusammenarbeit und dem Projektablauf vollauf zufrieden“,

sagt Burré und betont, dass mit einem der modernsten Hochleistungsrechenzentren Deutschlands auch die Erwartungen der Endkunden mehr als erfüllt werden. „Damit wir weiterhin unserem Kerngeschäft nachgehen konnten, haben wir einen IT-Infrastruktur-Experten gesucht, der ein Rundum-Sorglos-Paket von der Planung und Analyse über die architektonische Leistung bis hin zur Inbetriebnahme bietet.
Wir wollten einen zuverlässigen Partner, der uns letztendlich nur den Schlüssel zum fertigen Rechenzentrum übergibt – und unsere Erwartungen wurden trotz eines engen Zeitplans vollkommen erfüllt! Der Generalunternehmer, die Data Center Group, hat das Projekt nicht nur sehr schnell umgesetzt, sondern auch durch ein hohes Maß an Qualität überzeugt. Dass die Wahl auf die Data Center Group fiel, wurde maßgeblich davon beeinflusst, dass das Unternehmen herstellerunabhängig und im Sinne unserer Projektziele beraten hat. So wurde allen Wünschen voll und ganz entsprochen und wir konnten sämtliche Anliegen einbringen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Es ist eines der modernsten Hochsicherheitsrechenzentren Deutschlands entstanden.“ (Thorsten Moßmann, Leiter des DCRN)
 

 

Bildnachweise: © PFALZKOM | MANET

                          © Data Center Group

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