Dach des Rechenzentrums in Mainz mit Richtbaum, Fahnen der DCG, der JGU und Deutschland, sowie 2 Männer auf dem Dach, die etwas vorlesen

Richtfest für zukunftsweisendes Rechenzentrum auf dem Campus der JGU

Feierlicher Meilenstein der Bauarbeiten am neuen Rechenzentrum für die Johannes Gutenberg-Universität Mainz
News | 23.01.2024

Nach nur neun Monaten ist das erste Etappenziel erreicht: Der Rohbau des Rechenzentrums für die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) ist abgeschlossen. Mit einem feierlichen Richtfest wurde der erste Meilenstein der Bauarbeiten mit Gästen aus Politik, Bildung und Wirtschaft zelebriert. So kamen die Bau- und Finanzministerin von Rheinland-Pfalz, Doris Ahnen, Wissenschaftssekretär Denis Alt sowie der Präsident der JGU, Prof. Dr. Georg Krausch. Auch alle Projektbeteiligten der Data Center Group zählten zu den Mitfeiernden.

Sicher und nachhaltig für Lehre und Forschung

Das neue Rechenzentrum bietet künftig der gesamten IT-Infrastruktur der Universität Platz. Diese beherbergt die Daten und Anwendungen für den akademischen Betrieb und für die Forschung an der Universität. Darüber hinaus stehen dort Systeme, die für die Angebote im Rahmen der Rechenzentrumsallianz Rheinland-Pfalz (RARP) benötigt werden. 
Das neue Rechenzentrum der Universität wurde nach höchsten Sicherheits- und Verfügbarkeitsstandards konzipiert, um eine maximale Performance zu gewährleisten. Es erfüllt – je nach Bereich – die Kriterien der Verfügbarkeitsklassen VK2 und VK3 nach der DIN EN 50600.
Sicherheit ist höchste Prämisse, um Ausfällen vorzubeugen und die Daten der Universität zu schützen. Batteriespeicher, Notstromaggregate, Brandfrüherkennung und Gaslöschanlagen garantieren höchste Ausfallsicherheit. Gleichzeitig legen vier Schutzzonen den Zugang zum Gebäude fest, um sensible personenbezogene Daten und Forschungsergebnisse Dritten unzugänglich zu machen.
Das Rechenzentrum wurde überdies nach den neusten Nachhaltigkeitsstandards gebaut. So kann ein Großteil der Kühlung des Data Centers in einem geschlossenen Wasserkreislauf ohne Kältemaschinen realisiert werden, um Ressourcen einzusparen. Um die im Rechenzentrum anfallende Abwärme auszukoppeln, ist eine entsprechende Schnittstelle vorgesehen, damit die Wärme wiederverwendet werden kann. Photovoltaik-Module auf dem Dach erzeugen zusätzliche Energie, um die Menge des extern zugeführten Stroms zu reduzieren. Mit einer Energieverbrauchseffektivität (Power Usage Effectiveness – PUE) von ≤ 1,15 gehört das Rechenzentrum zu den energieeffizienten Rechenzentren in Deutschland.

Ein Projekt nach Plan

Mit dem komplett abgeschlossenen Rohbau sind auch schon die Stahlbühnen auf dem Dach vorinstalliert, an denen bereits die Rückkühler zur Warm- sowie Kaltwasserkühlung montiert sind. Auch Teile der Wasserleitungen sowie die Entwässerungskanäle und das Rückhaltebauwerk konnten implementiert werden.
„Das Projekt ist bisher perfekt gelaufen. Sowohl alle zeitlichen als auch technischen und baulichen Hürden haben wir gemeistert. Das ist nur durch eine beispiellose Teamleistung des DCG-Teams möglich. Von den Kollegen vor Ort bis hin zum Headquarter in Wallmenroth – Ich bin stolz auf das bisher Geschaffte und blicke optimistisch auf die nächsten Schritte des Projekts.“, zieht Ralf Siefen, CEO der Data Center Group, ein Zwischenfazit. 

Die nächsten Schritte

Nach dem Richtfest gehen die Bauarbeiten direkt in die nächste Phase. Jetzt stehen die Arbeiten im Erdgeschoss an: Der Anlagenbau mit den Trassen für Kühlung, Lüftung und Elektronik. Auch die Begrünung des Daches kann jetzt starten.
„Wir gehen motiviert die nächsten Aufgaben an. Das gesamte Team und unsere Partner vor Ort auf der Baustelle arbeiten als starkes Team Hand in Hand, sodass wir optimistisch sind, dass wir das Projekt im Zeitplan abschließen können.“, sagt Tim Klein, Projektleiter der Data Center Group.

Für die komplette Fertigstellung des Rechenzentrums sind rund 2 Jahre anberaumt. Mitte des Jahres 2025 soll es in Betrieb gehen.

Daten & Fakten:

  • Gesamtfläche des Gebäudes: 1.870 Quadratmeter
  • Baukosten: 24 Millionen Euro
  • Energieverbrauchseffektivität (PUE): ≤ 1,15
  • 2 Rechenzentrumsbereiche: Enterprise (Verfügbarkeitsklasse 3 / VK3) und High Perfor-mance Computing (Verfügbarkeitsklasse 2 / VK2) nach DIN EN 50600 
  • 32 Serverschränke im Enterprise-Bereich und 112 Serverschränke im HPC-Bereich 
  • Maximale IT-Last: 3.600 kW
  • Photovoltaik
  • Dachbegrünung
     

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