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TÜV NORD GROUP

TÜV NORD setzt in Sachen IT auf höchstmögliche Sicherheit
Referenzen | 25.09.2014

Die TÜV NORD GROUP mit ihren mehr als 10.000 Mitarbeitern in 70 Ländern ist ein weltweit führender Technologiedienstleister, dessen Wurzeln bis ins Jahr 1869 reichen. Wie kaum ein anderes Unternehmen steht es für die Sicherheit und den Schutz von Menschen. Organisiert ist der Konzern in den Geschäftsbereichen Industrie, Service, Mobilität, Bildung, Rohstoffe, Aerospace und IT.

Auch der EDV-Bereich ist ein wichtiger Bestandteil des Konzerns, schließlich trägt er einen entscheidenden Beitrag zum Unternehmenserfolg bei. Unter der Leitung von Leroy Racette wurde neben dem Client Management, der Anwendungsentwicklung sowie den Collaborative Communications auch der Rechenzentrumsbetrieb angesiedelt. Insgesamt 185 Mitarbeiter sind in diesem Bereich tätig – Tendenz steigend.

Das gebündelte Know-how des gut geschulten Teams ist auch notwendig, denn von der Konzern-Zentrale in Hannover aus werden sämtliche Prozesse der rund 100 Tochtergesellschaften unterstützt. Vor diesem Hintergrund entschied man sich im Jahr 2012, ein neues Rechenzentrum zu errichten, das deutschlandweit seinesgleichen sucht.
 

Zentralisierung war lohnenswerte Investition in die Zukunft

In der Vergangenheit verfügte die TÜV NORD GROUP über unterschiedliche IT-Landschaften, die von Serverräumen an den drei Hauptstandorten in Deutschland bis hin zu Kleinstrechenzentren in ausländischen Gesellschaften reichten. Im Zuge einer Umstrukturierung der internen Prozesse fand schließlich auch eine Neuordnung und Optimierung der EDV statt. An dieser Stelle beschloss der Technologie-Dienstleister, seine IT zu zentralisieren. Heute betreibt die TÜV NORD GROUP ein hochsicheres und hochverfügbares ‚State-of-the-Art‘-Rechenzentrum am Standort Hannover. „Wir haben besonderes Augenmerk auf einen hohen Virtualisierungsgrad gelegt“,
so Leroy Racette und ergänzt: „Dieser beträgt über 75% und ist somit in Deutschland führend.“ Mit den Umstrukturierungsmaßnahmen und dem Neubau schaffte es das Unternehmen zudem, die EDV-Kosten seit 2010 um 30% bei steigenden Serviceleistungen zu reduzieren.

Die Planung des Mammutprojektes begann bereits im Jahr 2011. Ziel war es, ein Rechenzentrum zu errichten, das durch seine Zukunftsfähigkeit in Sachen Energieeffizienz und Sicherheit überzeugt und die sensiblen Kundendaten bestmöglich schützt. Im Zuge von Kalkulationen stellte sich heraus, dass der ROI durch eine Bündelung und Harmonisierung sämtlicher Prozesse an einem einzigen Standort in weniger als 5 Jahren erreicht werden würde. Die zentrale Zusammenführung der IT war damit beschlossene Sache. Auf der Suche nach einem kompetenten Planungspartner für dieses wichtige Projekt entschied sich Leroy Racette für die Spezialisten der Data Center Construction. „Das Unternehmen war uns bekannt, da wir bereits des Öfteren im Zuge der TÜViT Trusted Site Zertifizierung zusammengearbeitet haben. Wir wussten daher um die Qualität der Leistungen“. Da das Unternehmen über eine hohe Expertise bei der Planung und Realisierung von höchstverfügbaren Rechenzentren verfügt,
fand man hier den richtigen Partner. Nach einer ersten Vorplanung nahm die Realisierung des Neubaus zunehmend Gestalt an. „Im Rahmen der Detailplanung wurden seitens Data Center Construction auch Faktoren wie die Verkabelung, Ausstattungsmöglichkeiten und andere Gewerke berücksichtigt“, so Racette. Nachdem die Umsetzung dann seitens der Geschäftsführung final besiegelt war, übernahm die Data Center Construction mit ihrem Team aus eigenen Architekten, Elektro- und Klimaplanern sowie Brandschutzexperten in enger Zusammenarbeit mit der TÜV NORD GROUP die Feinplanung und lieferte einen exakten Fahrplan für die Umsetzung. Diese wurde schließlich von einem ortsansässigen Generalunternehmer durchgeführt. Die gute Vorbereitung führte dazu, dass die TÜV NORD GROUP unter dem veranschlagten Budget blieb und das Projekt im vereinbarten Zeitraum fertiggestellt wurde.
 

Sicherheit und Effizienz sind die Hauptpfeiler der neuen IT

Sämtliche Vorgaben hinsichtlich der Umsetzung wurden mit der Data Center Construction besprochen und im Rahmen der 2½-jährigen Planungsphase exakt kalkuliert. Schließlich konnte 2012 der erste Spatenstich erfolgen. Heute verfügt die TÜV NORD GROUP über zwei gespiegelte, höchstverfügbare und jeweils 350 qm große IT-Räume der DC IT ROOM Granite EBS•S-Serie der Data Center Group, deren Technikgewerke mehrfach redundant ausgelegt sind. Die IT-Sicherheitsräume sind als erste ihrer Art erfolgreich als Komplettsystem geprüft und ECB·S-zertifiziert. Die extrem feuerfeste Bauweise aus leichten Materialien, hochtemperaturfesten Dichtungen und robusten Isolierplatten hielt beim Brandtest an der MPA-Braunschweig einer intensiven Beflammung stand, ohne technische Schäden am Objekt zu hinterlassen. Und auch anderen physikalischen Gefahren, wie beispielsweise Einbruch, Vandalismus, Wasser oder Trümmerlasten widerstehen die höchstverfügbaren Lösungen. Damit wurden die DC IT Room Granite EBS•S den Anforderungen der TÜV NORD GROUP absolut gerecht. „Unser Anspruch war es immer, zwei ECB·S-zertifizierte IT-Räume zu integrieren“, so Leroy Racette und unterstreicht damit die hohen Sicherheitsanforderungen, die der neue Rechenzentrumsstandort erfüllen sollte. „Wir haben bei der Einrichtung die sichersten aller Komponenten verbaut – die beiden Räume sind der beste Beweis!“, so Racette. Das Thema Energieeffizienz spielte bei der Realisierung ebenfalls eine sehr gewichtige Rolle, was der Einsatz besonders umweltschonender Infrastrukturtechnik widerspiegelt. So arbeitet das Rechenzentrum unter anderem mit einer freien Kühlung. Auf dem Dach des Gebäudes sind drei hochmoderne Rückkühler angebracht, welche bis zu einer Temperatur von 18 °C die Außenluft zur Kühlung der Server verwenden.

Bei höheren Temperaturen schalten sich zunächst drehzahlregelbare Ventilatoren zu. Ab ca. 27 °C setzt zusätzlich eine adiabatische Kühlung ein. Erst wenn diese nicht mehr ausreicht, kommen schließlich die Kompressoren der Kältemaschinen zum Einsatz, die eine ausreichende Kaltwassertemperatur für die Umluftkühlgeräte in den Serverräumen sicherstellen. Einhausungen im Inneren des IT-Sicherheitsraumes leisten mit Hilfe einer intelligenten Luftströmung ebenfalls ihren Beitrag zugunsten einer effizienten Klimatisierung. Dieses System gewährleistet CO2 Einsparungen von bis zu 320 t pro Jahr. Gemeinsam mit der integrierten Virtualisierungstechnologie ergibt sich somit eine CO2 Gesamteinsparung von 650 t pro Jahr. Hierdurch werden energetische Kosteneinsparungen im siebenstelligen Bereich realisiert.

Redundande Absicherung und schonende Löschlösung wären ein Muss

Einen weiteren Pluspunkt stellt die Stromzufuhr aus zwei unterschiedlichen Netzen des Energieversorgers dar. Hinzu kommen zwei Dieselaggregate, welche die gesamte RZ-Versorgung für einen Zeitraum von 72 Stunden aufrechterhalten. Dies dürfte laut Leroy Racette auch absolut ausreichend sein, da seitens des Diesellieferanten vertraglich zugesichert ist, dass innerhalb von nur 48 Stunden eine Nachbetankung stattfindet. Auch die Netzwerkanbindung und somit die Leitungswege sind mehrfach abgesichert, da zwei verschiedene Provider zum Zuge kommen. Dem sehr hohen Sicherheitsanspruch kommt zudem zugute,
dass das gesamte Gebäude in fünf Sicherheitsbereiche eingeteilt ist. So wird gewährleistet, dass lediglich berechtigte Personen in die einzelnen Zonen eintreten können. Dieser Zutritt wird sowohl durch PIN-Abfragen (geistiger Verschluss), als auch eine Authentifizierung mittels Zutrittskarte garantiert. „Selbst die Serverracks können nur mit einer speziellen Berechtigung geöffnet werden“, so Leroy Racette. Hinsichtlich eines geeigneten Brandschutzkonzeptes entschied sich das Team rund um Racette für eine Löschanlage, die mit dem besonders umweltverträglichen Löschgas Novec 1230 betrieben wird.

Dieses zeichnet sich unter anderem durch eine platzsparende Bevorratung aus. „Mit der Einrichtung eines einzigen Löschraumes werden sowohl die zwei Serverräume als auch beide USV-Räume geschützt“, erklärt Racette. Ausgelöst wird die Anlage im Brandfall anhand eines sensiblen Brandfrüherkennungssystems und eines zusätzlichen Brandmelders (2-Linienabhängigkeit). Im Ernstfall löst die Löschanlage aus und flutet den gefährdeten Bereich. Der entstehende Überdruck wird über Druckausgleichsklappen nach außen geführt. Ein regulierter Luftaustausch nach Freigabe des Löschbereiches ermöglicht anschließend eine rasche Wiederherstellung des Normalbetriebes.
 

Neues Rechenzentrum spiegelt Philosophie der TÜV NORD GROUP wider

„Wir haben nicht nur so gut wie alle möglichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen, sondern verfügen nun zudem über ein Rechenzentrum, das unsere Unternehmenswerte hervorragend widerspiegelt“, so der EDV-Bereichsleiter. Alles in allem tritt der Dienstleister den Beweis an, dass hervorragende IT-Standorte auch im Inland verfügbar sind. Für die Zukunft ist sogar die Realisierung eines weiteren Hochsicherheitsrechenzentrums geplant, welches beispielsweise als Hosting-Lösung zum Einsatz kommen könnte.

Zum Projektablauf und speziell hinsichtlich der Zusammenarbeit mit der Data Center Group äußert sich Leroy Racette sehr zufrieden. „Die akribische Planung ist für die reibungslose und erfolgreiche Umsetzung das A und O gewesen“. Dies war jedoch auch notwendig, um das Hochsicherheitsrechenzentrum zu verwirklichen. Denn würde die IT der TÜV NORD GROUP vorübergehend ausfallen, wäre das Unternehmen nahezu handlungsunfähig. „Heutzutage laufen sämtliche Prozesse digitalisiert ab“, weiß Racette und fügt hinzu: „Alle geschäftlichen Abläufe haben eine extrem hohe EDV-Durchdringung“. Angefangen bei theoretischen Führerscheinprüfungen über Hauptuntersuchungen, die Speicherung der Kundendaten bis hin zu sämtlichen operativen Prozessen innerhalb des Unternehmens - im Falle eines Stillstandes wären die Mitarbeiter der TÜV NORD GROUP weltweit extrem eingeschränkt. Das neue Rechenzentrum und dessen hohes Schutzlevel bieten somit einen echten Marktvorteil.

 

Bildnachweise: © TÜV NORD GROUP

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