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Staffelübergabe im Gesundheitswesen

Das Kreisklinikum Siegen wandelt analoges Papierarchiv in eine digitale und zukunftssichere Patientenversorgung um

Bei 90 verschiedenen Netzwerken (VLANs), rund 3.100 verschiedenen digitalen Endgeräten und jährlich mehr als 70.000 PatientInnen wird deutlich: In einem Klinikum werden extrem viele sensible Daten gespeichert und verwaltet. Dabei ist eine leistungsfähige und ausfallsichere IT-Infrastruktur essenziell. Die DATA CENTER GROUP hat mit Oliver Schäfer, Teamleiter IT Kreisklinikum Siegen, über das Vorhaben und die Herausforderungen der digitalen Transformation im Klinikum gesprochen.

 
 
Rund 90 digitale Visitenwagen sind neu im Einsatz und erfassen die Patientendaten direkt digital.
Rund 90 digitale Visitenwagen sind neu im Einsatz und erfassen die Patientendaten direkt digital.

Das Kreisklinikum Siegen sorgt mit seinen über 600 Betten in 12 Fachabteilungen, einem neurologischen und psychiatrischen Behandlungsschwerpunkt und einem angegliederten Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) für eine hervorragende medizinische Versorgung im Kreis Siegen-Wittgenstein. Rund 1.600 engagierte MitarbeiterInnen in Medizin, Pflege, Therapie, Technik und Verwaltung sind jeden Tag für die bestmögliche Versorgung von insgesamt ca. 20.300 stationären und rund 48.000 ambulanten PatientInnen pro Jahr im Einsatz.

Im klinischen Umfeld entsteht eine Menge sensibler Daten, die eine funktionierende Dokumentation unabdingbar macht. Diese dient dabei nicht nur der medizinischen Versorgung direkt, sondern ist auch notwendig für die Qualitäts- und Leistungserfassung, die Forschung, sowie für die Patienten- und Personalsicherheit. Durch die Vielfältigkeit der anfallenden Informationen und aufgrund von Medienbrüchen während der Dokumentation, kann es zu Lücken und auch zu Fehlern kommen.

 
 
 

Aus diesem Grund stand die Einführung der „Digitalen Patientenakte“ schon seit einigen Jahren auf der Agenda des innovativen Krankenhauses. Sie dient als Bindeglied zwischen den unterschiedlichen Abteilungen und ermöglicht den Austausch von Informationen sowie die Dokumentation von Krankheitsverläufen und Therapien. Das schafft eine enorme Zeitersparnis, mehr Flexibilität für Ärzte und Pflegekräfte und somit eine bessere Patientenversorgung.

So kann die Transformation von analogen zu digitalen Patientendaten aussehen.
So kann die Transformation von analogen zu digitalen Patientendaten aussehen.
 
 
 

Das im Frühjahr 2022 realisierte Projekt befand sich seit Anfang 2020 in Planung und wurde u.a. ermöglicht durch das 2021 eingeführte KHZG (Krankenhauszukunftsgesetz) des Bundes mit einer Förderung für Digitalisierung von Krankenhäusern. Dies hat das Klinikum als Anlass genommen, um die digitale Patientenversorgung zukunftsorientiert vorantreiben zu können. Zum Ausbau der digitalen Transformation wurde bereits das Krankenhausinformationssystem erneuert, die Patientenaufklärung digitalisiert und schlussendlich die „Digitale Patientenakte“ eingeführt. Damit war schnell klar, dass das aktuelle Rechenzentrum nicht mehr ausreicht, eine gewisse Ausfallsicherheit notwendig wird und eine Redundanz geschaffen werden musste.

 
 

„Mit der Einführung der ‚digitalen Patientenakte‘ brauchten wir eine gewisse Ausfallsicherheit.“ (Oliver Schäfer, Teamleiter IT Kreisklinikum Siegen)

 
 
 
DC IT Safe Verkettung
 
 

Zwar gab es bereits ein bestehendes RZ und zusätzliche Datensicherungen auf lokalen PCs in den jeweiligen Abteilungen, doch war diese Infrastruktur dem neuen Digitalisierungsvorhaben nicht mehr gewachsen. Denn das neue redundante Rechenzentrum soll in Zukunft auch für die Ausfallsicherheit des Krankenhausinformationssystems (KIS), der Labordaten, des digitalen Bildarchivs, der Transportsysteme und letztendlich aller digitalen Prozesse im Krankenhaus eingesetzt werden. „Letztendlich, auf lange Sicht, sollen alle Systeme redundant sein. So können wir beruhigter arbeiten“, so Schäfer.

 
 
Oliver Schäfer (Teamleiter IT Kreisklinikum Siegen) und Florian Hammer (Area Sales Manager, DCG)
Oliver Schäfer (Teamleiter IT Kreisklinikum Siegen) und Florian Hammer (Area Sales Manager, DCG)

„Als klar wurde, wir brauchen ein neues Rechenzentrum, haben wir verschiedene Anbieter angefragt. Wer sich aber wirklich gekümmert hat, war die DATA CENTER GROUP, in Person Herr Hammer. Dann fiel uns die Entscheidung auch sehr leicht“, berichtet Oliver Schäfer in Bezug auf die Entscheidung.

Denn bei der Umsetzung stand die IT-Abteilung einer wesentlichen Herausforderung gegenüber: Eine passende Räumlichkeit für das Rechenzentrum zu finden. „Es war nicht so einfach, einen passenden Raum zu finden. Raum ist sehr begehrt, vor allem hier im Krankenhaus“, so derTeamleiter. Ursprünglich war für das Vorhaben die Tiefgarage als Räumlichkeit geplant. Da diese allerdings saniert werden muss, wurde eine neue Lösung gesucht. Auch war die usrsprüglich geplante Raumsystem-Lösung nur unter erschwerten Bedingungen möglich, da ein Bauantrag für die Nutzungsänderung gestellt werden musste. So entschied man sich für den DC-IT Safe Triple als Lösung, der in einem freigewordenen Raum im Untergeschoss installiert werden konnte.

 
 
 

Dieser Raum war einmal das Röntgenarchiv und hier wurden noch bis vor einiger Zeit Patientenakten in Papierform gelagert. Die Umnutzung der Räumlichkeit markiert die Staffelübergabe von der analogen in die digitale Welt. „Es war der passende Zeitpunkt, da die analogen Akten digitalisiert wurden. Hinzu kommt, dass der Raum in einem anderen Brandabschnitt liegt, als das bestehende Rechenzentrum. Das sorgt zusätzlich für eine erhöhte Sicherheit“, erläutert Oliver Schäfer.

Die Vorteile der redundanten Infrastruktur zählt Schäfer wie folgt auf:

Updates und Patches einspielen wird zukünftig viel einfacher. Die Zyklen hierfür werden immer kürzer und das System muss dadurch immer häufiger in den Wartungsmodus gesetzt werden. Das ist jedoch nicht während des laufenden Betriebs möglich. Schäfer erklärt: „Wir haben feste Zeiten für die Wartung und in der Zeit können die Systeme nicht arbeiten. Darum werden diese grundsätzlich nach 21 Uhr gemacht, denn dann werden die einzelnen Funktionsbereiche des Krankenhauses im Regelbetrieb runtergefahren.“ Mit dem neuen Rechenzentrum können diese Arbeiten dann alle im laufenden Betrieb stattfinden und das spart eine Menge Zeit.

Oliver Schäfer resümiert: „Die Umsetzung ist super abgelaufen. Wir sind voll zufrieden und mit der DATA CENTER GROUP hatten wir einen angenehmen Partner an der Seite.“

Röntgenarchiv Kreisklinikum Siegen
 
 
 

Zur Person

Oliver Schäfer arbeitet seit bereits über 30 Jahren im Kreisklinikum Siegen. Zu Beginn gab es insgesamt nur 3 PCs im gesamten Klinikum. Über die Jahre hat er die IT-Abteilung auf- und ausgebaut, die heute 11 MitarbeiterInnen zählt.

 
 

Daten und Fakten

  • DC-ITSafe 56 HE, Triple (3er Verkettung)
  • Reduntantes Rack-Inverter-Kühlsystem
  • Automatische Brandmelde- und Feuerlöschanlage
  • Reduntante Energieversorgung
  • Unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV)
  • DCM Monitoring mit DCM Agent
  • Videoüberwachungssystem

Phone +49 2741 9321-0

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